Korfu
griechisch Kérkyra
die nördlichste der griechischen Ionischen Inseln, 592
km2, 105 000 Einwohner; Hauptort und Hafen
Kérkyra; das nördliche Kalkgebirge erreicht im
Pantokrátor 906 m; regenreiches Klima; Oliven-,
Gemüse-, Weizen-, Mais-, Südfrucht- und Weinanbau in
fruchtbaren Becken; Fischerei; Fremdenverkehr.
Die Küsten Korfus senken sich flach bis auf den Boden
des nur 50 bis 70 m tiefen Korfiotischen Binnenmeeres
ab. Auch die steilen Westküsten gehen nicht direkt in
die Tiefen des Ionischen Meeres über, sondern besitzen
einen 2 – 8 km breiten, nur bis zu 200 m tiefen
Flachseegürtel. Dieser flache Meeresbereich erstreckt
sich im Nordwesten bis zu den Inseln Óthoni und Erikússa.
Würde im gesamten Bereich der Meeresspiegel um etwa 100
m abgesenkt werden, würde sich das Festland von
Igoumenitsa über Korfu bis nach Óthoni erstrecken.
Dieses für eine griechische Insel erstaunlich grüne Bild
wird unterbrochen durch zahlreiche Ortschaften und
Einzelgebäude, die sich der Küste entlang drängen und
die Hügel hinaufsteigen. Wer aus der Luft anreist, muss
bei guter Sicht das grüne Bild der Insel noch sehr viel
stärker erhalten. Zwischen den Hügeln der Insel, deren
Höhenrücken weitgehend kahl oder nur von einer dünnen
Hartlaubgebüschschicht bedeckt sind, breitet sich ein
ununterbrochenes grünes Meer von Ölbaumwäldern aus, die
nur ab und zu von schlanken Zypressen unterbrochen
werden.
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